So kommen Sie sicher durch den Herbst
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Gefahren im Herbst
Die frühe Dämmerung, Raureif, große Temperaturschwankungen zwischen
Tag und Nacht, Nässe, Laub, Nebel und Wild auf der Fahrbahn sind die
häufigsten Gefahren, mit denen sich Auto- und Zweiradfahrer im
Herbst konfrontiert sehen. Rainer Hessel von der Deutschen
Verkehrswacht rät deshalb grundsätzlich zu vorsichtigem Verhalten,
angepasster Fahrweise und genauem Beobachten. "Man muss sich wieder
an wechselhafte Witterung und die schlechteren Straßenverhältnisse
gewöhnen", sagt der Experte. Grundsätzlich sei es sinnvoll, jetzt
auf Winterreifen umzurüsten. Diese bieten bei niedrigen Temperaturen
eine bessere Haftung.
Tipps bei Nebel und Nässe
- Nebel
Fahrlicht an: Bei Nebel sollte man sich nicht an anderen orientieren und unbedingt langsam fahren, sagt der Experte. Zusätzlich empfiehlt er, die Scheibe ein Stück zu öffnen, um Geräusche besser wahrnehmen zu können. Wichtig ist es auch, das Fahrlicht einzuschalten. Die Nebelscheinwerfer dürfen erst bei einer Sichtweite von unter 100 Metern, das Nebellicht am Heck erst bei einer Sichtweite von weniger als 50 Metern eingeschaltet werden. Dann gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Tempo runter: Wird der Nebel noch dichter, schreibt die Straßenverkehrsordnung ein langsameres Tempo vor. Ist der kommende Leitpfosten (sie stehen üblicherweise im Abstand von 50 Metern) nicht mehr zu sehen, kann man sich an der Fahrbahnmarkierung in der Mitte orientieren. Auf Bundesstraßen beträgt der Abstand vom Beginn einer weißen Mittellinie bis zum Beginn der nächsten genau zwölf, auf Autobahnen 18 Meter.
Klare Sicht: Die Scheibenwischer sollten regelmäßig betätigt werden, um die durch den Nebel verursachten Wassertropfen loszuwerden. Nebel kann sehr plötzlich auftreten, vor allem in Waldstücken und an Senken. Dann hilft nur schnelles Bremsen, warnt der Experte. Vor allem wenn auf den Feldern leichte Nebelschlieren zu sehen sind, was im Herbst oft vorkommt, kann es zu plötzlich auftretenden Nebelbänken kommen.
- Nässe
Gerade in der regenreichen Herbstzeit, kann es in Senken und ausgefahrenen Straßenstücken zu Aquaplaning kommen.
Achtung Wildunfälle
Die Gefahren durch Wildunfälle sollten nicht unterschätzt werden: Alleine im Jahr 2007 wurden den Versicherern 240.000 Wildunfälle gemeldet, eine Steigerung von mehr als sechs Prozent zum Vorjahr. Vor allem im Herbst ist die Gefahr durch Rehe, Hirsche, Wildschweine und Füchse in der Abenddämmerung und im Morgengrauen besonders hoch.
- Runter vom Gas: Die
Geschwindigkeit auf Landstraßen sollte zwischen fünf und
acht Uhr früh und zwischen 17 und 22 Uhr abends deutlich
gedrosselt werden, empfiehlt die Verkehrswacht.
- Fernlicht aus: Bei
Wild auf der Fahrbahn sofort abblenden, damit die Tiere
einen Fluchtweg finden können. Auf Fernlicht reagiert
Wild oft irritiert.
- Das kleinere Übel wählen:
Bei kleinen Tieren (beispielsweise einem Hasen) ist ein
Zusammenprall dem Ausweichmanöver vorzuziehen, um einen
Unfall zu verhindern, von dem eventuell auch andere
Autos betroffen sein können.
- Achtung Herdentiere:
Wild überquert häufig im Rudel die Straße, einem Reh
können also durchaus weitere folgen.
- Wenn es dann doch passiert: Wildunfälle müssen grundsätzlich der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle gemeldet werden. Am besten die Tiere nicht berühren, da häufig Tollwut oder die Übertragung eines Fuchsbandwurms droht.
DämMEHRlicht
Um die genannten Witterungsgefahren des Herbstes sicher zu umfahren, ist auch eine ausreichende Beleuchtung unverzichtbar - auch schon im ersten Dämmerlicht.
- Sehen und gesehen werden
Die Verkehrswacht empfiehlt, von Herbst bis Frühjahr grundsätzlich mit Licht zu fahren. "Hier geht es vor allem ums gesehen werden", sagt Hessel. Zudem trügen viele Fußgänger bei kaltem Wetter dunkle Kleidung und seien schwer zu erkennen. Wichtig sei es deshalb, die Lichtanlage des Autos rechtzeitig und richtig zu warten. Scheinwerfer sollten richtig eingestellt, Blinker und Lichter immer von Schmutz befreit werden.
